
Forest Design Workshop
Was, wenn sich dein Denken nach nur einem Tag im Wald verändern würde?
Der Wald ist für mich nicht nur ein Ort, an den man geht, um kurz abzuschalten. Er ist ein Raum, in dem Wahrnehmung langsamer und gleichzeitig präziser wird. Dinge, die vorher diffus wirkten, werden greifbar.
Zusammenhänge, die im Alltag untergehen, werden sichtbar. Systeme verständlicher. Und oft passiert etwas Überraschendes: Menschen bewegen sich gedanklich bereits in Richtung neuer Lösungen, lange bevor sie aktiv versuchen, Probleme zu lösen.
Genau an diesem Punkt setzt der Forest Design Workshop an.
Wir verlassen klassische Arbeits- und Denkstrukturen und gehen in eine Umgebung, die seit Milliarden Jahren mit Komplexität arbeitet. Wachstum, Anpassung, Scheitern und Reorganisation sind dort keine abstrakten Konzepte, sondern beobachtbare Prozesse.
Der Forest Design Workshop ist kein klassischer Kreativworkshop. Und auch kein Rückzug ins Grüne. Er ist ein Perspektivwechsel.

Ein Workshop, viele Formen.
Kein Forest Design Workshop sieht genauso aus wie der vorherige.
Das Format passt sich an Ort, Menschen, Zeit und Thema an. Manche Sessions dauern 90 Minuten, andere mehrere Stunden. Mal steht Biomimicry/ Nature Centered Design im Mittelpunkt, mal Future Skills, Kreisläufe, Stadtentwicklung oder die Verbindung von Natural, Human und Artificial Intelligence.
Die grundlegende Arbeitsweise bleibt jedoch ähnlich:
Wahrnehmen → verstehen → übersetzen → gestalten
Learning from Nature
Natur beobachten, Funktionen und Beziehungen erkennen und daraus eigene Lösungsansätze entwickeln.
Nature Cyborgs
Natural, Human und Artificial Intelligence miteinander verbinden und daraus neue Fähigkeiten und Prototypen
entwickeln.
Designing Future Systems
Naturbeobachtung mit sozialen und kulturellen Gestaltungspraxen verbinden und Zukunftsszenarien entwickeln.
Outdoor Creative Education
Designmethoden, Bewegung und unmittelbare Umgebung nutzen, um komplexe Themen zugänglicher und erfahrbar zu machen.

Was ich dabei untersuche
Der Forest Design Workshop entwickelt sich seit seinem ersten Test an der University of Leeds kontinuierlich weiter.
Jeder Durchlauf liefert neue Beobachtungen:
Welche Aufgaben funktionieren?
Wo entstehen unerwartete Ideen?
Welche Perspektiven fehlen?
Und was verändert sich, wenn Menschen Natur nicht nur betrachten, sondern aktiv in ihren Gestaltungsprozess einbeziehen?
Dadurch ist der Workshop für mich gleichzeitig Creative Education und praxisbasierte Designforschung.
Was ich bisher mitnehme
Der Ort verändert die Aufmerksamkeit.
Draußen werden andere Dinge wahrgenommen als in klassischen Workshopräumen. Geräusche, Materialien, Bewegung und unmittelbare Umgebung werden selbst Teil des Prozesses.
Beobachtung verlangsamt den Lösungsreflex.
Wenn Menschen zuerst anschauen, fragen und beschreiben müssen, bevor sie Ideen entwickeln, entstehen andere Gespräche und Ausgangspunkte.
Natur liefert keine fertigen Lösungen.
Besonders interessant wird es, wenn Teilnehmende nicht Formen kopieren, sondern versuchen, Funktionen, Beziehungen und Prozesse zu verstehen.
Unterschiedliche Wissensformen erweitern Gestaltung.
Die späteren Workshopversionen zeigen immer stärker, dass Naturbeobachtung allein nicht genügt. Lokales Wissen, soziale Strukturen, Technologie und unterschiedliche Perspektiven müssen mitgedacht werden.
Prototyping macht abstrakte Fragen konkret.
Sobald Teilnehmende etwas bauen und verändern müssen, werden Fragen wie Verantwortung, Pflege oder Auswirkungen auf andere Lebewesen sichtbar. Deine aktuelle Methodik verlangt deshalb ganz bewusst eine konkrete Veränderung am Modell, sobald eine neue Perspektive hinzukommt. Workshop ausarbeiten
Und dann als letzter Satz:
Der Forest Design Workshop ist deshalb bewusst nicht fertig. Jede Gruppe, jeder Ort und jede neue Fragestellung entwickelt ihn ein Stück weiter.
Was mich dabei interessiert
Wie verändert sich kreatives Denken, wenn wir draußen arbeiten?
Was passiert, wenn Beobachtung vor Ideation kommt?
Wie lassen sich Prinzipien lebender Systeme übertragen, ohne Natur einfach zu kopieren?
Wie verändern sich Lösungen, wenn andere Lebewesen und ökologische Beziehungen früher im Designprozess berücksichtigt werden?




Selected Workshops & Festivals
University of Leeds, Erster Testworkshop
Dutch Design Week 2025
Walkaboutyou × Studio BOXQ · Köln




Ein inspirierender Samstag im Zeichen der Kreativität - neue Kreativität geschöpft!
Der Forest Design Workshop war genau das, was ich brauchte. Die Veranstaltung in der Natur hat mich inspiriert und die Leiterin hat durch ihre sympathische Art und guten Input für eine super Atmosphäre gesorgt. Interaktion und neue Blickwinkel waren garantiert. Ich kann den Workshop sowohl neuen als auch erfahrenen Designern wärmstens empfehlen! 😊
Konstanze A.
This experience sparked ideas for both, my academic
assignments and my personal projects.
It made me rethink how nature can fuel design thinking and reminded me why creating for a more thoughtful, sustainable world matters so deeply. Truly an experience I'll carry with me.
Ishleen K.
Als Architektin war ich zunächst neugierig – und ehrlich gesagt auch ein wenig skeptisch, wie ein Workshop im Wald meine Arbeit im Büro bereichern könnte. Umso überraschter bin ich, wie nachhaltig mich diese Erfahrung inspiriert hat. Durch die achtsamen Übungen, Perspektivwechsel und den bewussten Umgang mit Raum, Materialität und Wahrnehmung habe ich neue Blickwinkel auf Entwurfsprozesse gewonnen. Besonders wertvoll war für mich, wieder stärker intuitiv zu denken und nicht ausschließlich analytisch. Seitdem gehe ich frischer, offener und kreativer an Projekte heran. Der Workshop ist eine wunderbare Möglichkeit, Abstand vom Alltag zu gewinnen und gleichzeitig tiefgehende Impulse für Design, Kreativität und persönliche Entwicklung mitzunehmen. Eine klare Empfehlung – nicht nur für Kreativschaffende, sondern für alle, die neue Perspektiven suchen. Danke Mascha!
Lala M.